Aktuelles

Filmpräsentation: Ken Loach, „Ich, Daniel Blake“ (2016)

Donnerstag, 11. Mai 2017, 19.30 Uhr, Capitol – Bild und Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Der 59-jährige Brite Daniel Blake (Dave Johns) aus Newscastle hat sein ganzes Leben als Schreiner gearbeitet und Steuern gezahlt. Doch eines Tages wird sein Leben von schweren Schicksalsschlägen erschüttert, als seine geliebte Frau stirbt und er einen schweren Herzinfarkt erleidet. Von nun an ist Daniel auf das Sozialsystem angewiesen, doch das hat einige ungerechte und bürokratische Fallstricke parat. Obwohl sein Arzt ihm vom Arbeiten abrät, wird er von den Sozialämtern als arbeitstauglich abgespeist und zu erniedrigenden Weiterbildungen und Bewerbungen auf nicht existente Jobs verdonnert. Daniel, der von den Ämtern oft wie eine seelenlose Nummer behandelt wird, muss allen Mut und Stolz zusammennehmen, bevor die Mühlen der Bürokratie seinen Willen brechen. Immerhin droht ihm, falls die Bezüge gestrichen werden, die Obdachlosigkeit. Dabei lernt er die alleinerziehende Mutter Katie (Hayley Squires) sowie ihre Kinder Daisy (Briana Shann) und Dylan (Dylan McKiernan) kennen, die ihre eigene Odyssee an Ungerechtigkeiten hinter sich haben und dringend eine Bleibe suchen. In der Not entwickelt sich zwischen ihnen eine ungewöhnliche Freundschaft, denn nur zusammen können sie stark sein und aus der bedrückenden Situation herauskommen.

Der inzwischen über 80-jährige Regisseur Ken Loach ist ein Meister der sensiblen Milieu-Studien und thematisiert seit 50 Jahren die Nöte und Hoffnungen der britischen Unterschicht. Obwohl in manchen seiner Filme wie “Kes” und “It’s A Free World” viel Drama mitschwingt, zeichnen sich seine Filme immer durch kleine Hoffnungsschimmer und eine große Prise englischen Humors aus. Sein neuestes Sozialdrama wurde 2016 auf dem renommierten Cannes Filmfestival mit dem Hauptpreis für den besten Film und dem Preis der Ökomenischen Jury ausgezeichnet

Der Film wird präsentiert von PUNK e.V. und dem Verdi-Ortsverein Sulzbach-Rosenberg.

Wörterbuch des besorgten Bürgers – Buchpräsentation mit Robert Feustel und Nancy Grochol

Dienstag, 7. März 2017, 19.30 Uhr, Buchhandlung Volkert
92237 Sulzbach-Rosenberg, Neustadt 6

Von „Asylindustrie“ über „Merkeljugend“ bis „Volkstod“: In Kreisen besorgter Bürger machen dieser Tage Begriff die Runde, deren Unsinn nicht selbstverständlich ist.

Dieses Wörterbuch kartografiert und kritisiert – unvollständig und selbst wertend – in 150 Einträgen den sprachlichen Zauber, der weite Teile der politischen Öffentlichkeit erfasst hat und der beharrlich mit stilisierten Ängsten spielt. Konsequent aus einer falschen Opferperspektive werden Tabubrüche inszeniert, um noch so derbe Zumutungen als verkannte Wahrheit zu deklarieren. Neben der politischen Schärfe, welche die Aufarbeitung besorgter Sprache unweigerlich zeigt, kommt auch (ungewollt) Komisches zum Vorschein: Wer etwa von „Volksverdünnern“ spricht, hat nicht darüber nachgedacht, dass Besorgte – um im Bild zu bleiben – dann die Arterien der Gesellschaft verstopfen.

Die Veranstaltung wird realisiert mit freundlicher Unterstützung des ver.di Orstvereins Sulzbach-Rosenberg.

Wörterbuch des besorgten Bürgers. Hg. v. Robert Feustel, Nancy Grochol, Tobias Prüwer und Franziska Reif. Mainz: Ventil-Verlag 2016.

 

Punkerkomitee. Erste ordentliche Mitgliederversammlung des PunK e.V.

Am 11. Dezember 2016 traf sich die Mitgliedschaft des „Vereins für Politik und Kunst – PunK e.V.“ zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung. Besprochen wurden Strategien für die Zukunft sowie die allgemeine Frage, wie man im 21. Jahrhundert leben solle. Herausgekommen sind konkrete Pläne für Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte 2017. Außerdem wurden noch Befindlichkeiten ausgetauscht. Am Ende tranken einige der Mitglieder diverse Kaltgetränke in einem nahegelegenen Gasthof.

Mitgliederversammlung 2016
Einige der Mitglieder wollen unerkannt bleiben. Deshalb die schwarzen Balken.

 

Make Sulzbach great again! Verein für Politik und Kunst gegründet

Am Abend des 6. November 2016 fand sich eine Gruppe von Leuten in Sulzbach-Rosenberg zusammen, um den „Verein für Politik und Kunst – PunK e.V.“ zu gründen. An mehreren Sitzungen war im Vorfeld an der Satzung des Vereins gearbeitet worden, die von den Gründungsmitgliedern nun einstimmig verabschiedet wurde. Auf die Frage, was die Gründung dieses Vereins denn um Himmels willen bringen solle, antwortete einer der Anwesenden lapidar: „Make Sulzbach great again.“ – Kurz darauf wurde ausgerechnet er zum Schatzmeister gewählt.

Foto von der Gründungsversammlung
Auf der Gründungsversammlung des PunK e.V. wurden Biere aus Dosen sowie eine Flasche Rotkäppchen-Sekt getrunken.