Frei-Kultur: Frank

18. August 2022, 20.30 Uhr, Kulturbühne Schlosshof, Im Schloss 3, 92237 Sulzbach-Rosenberg

OPEN-AIR-KINO-FÜR ALLE UND ZWAR UMSONST!

FRANK [FSK12]

Ein Film von Lenny Abrahamson, Großbritannien 2014, 94 Minuten, Darsteller*innen:
Michael Fassbender, Domhnall Gleeson, Maggie Gyllenhaal, Scoot McNairy, François Civil, Carla Azar

:: Frank ist der skurrile, aber charismatische Frontmann der Rockband Soronprfbs: eine brillante, zusammengeschusterte, kaum funktionale Außenseiter-Band. Sowohl bei den öffentlichen Auftritten seiner Gruppe als auch im privaten Alltag trägt das musikalische Genie Frank stets einen überdimensionalen Pappmaché-Kopf. Nicht einmal seine Bandkollegen Clara, Don, Baraque und Nana wissen, wie er wirklich aussieht.

Vernissage – Kapsel

04. Juni 2022, 18.00 Uhr, Galerie der Gruppe 81, Frühlingsstraße 10, 92237 Sulzbach-Rosenberg

Stephanie Heike lebt und arbeitet seit Anfang 2020 in Fürth. Sie hat Comic und Illustration in Kassel studiert, und ist als freie Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten sind immer an Fragestellungen der gegenwärtigen Gesellschaft orientiert.

Einige ihrer Themen sind z.B. populäre Körperbilder und deren Einfluss auf die Selbstwahrnehmung, und der postmoderne Mensch auf der Suche nach Nähe – und Isolation zugleich. In ihren Bildern erforscht Stephanie Heike menschliches Verhalten, seine Bedingungen und Möglichkeiten. Ihre Bilder sind Menschenbilder, kritisch, utopisch, und immer zugewandt. Sie sind keine Porträts, sondern oft gesichtslos, mit unscharfen Gesichtern und dem Betrachter räumlich entrückt. 

Schwerpunkt der Ausstellung ‚Kapsel‘ sind Gemälde von abstrakten anthropomorphen Formen in fleischigen Farben, die sich vom Betrachter wegzudrehen scheinen. Sie scheinen im leeren Raum zu schweben. Sie rufen diffuse Erinnerungen hervor an Pin-up Posen, oder bearbeitete Fotografien unwirklich straffer Haut, aber auch an medizinische Illustrationen. Durch die Abstraktheit dieser menschenartigen Formen fordern die Gemälde den Betrachter auf, in sein eigenes Körperbild hineinzufühlen. 

Stephanie Heikes Bilder weisen auf das Spannungsfeld zwischen seiner Verletzlichkeit, dem Anspruch auf Stärke und dem Ideal ästhetischer Perfektion, in dem der Mensch seinen Körper betrachtet.

Die Vernissage findet in der Galerie der Gruppe 81, Frühlingsstraße 10 in Sulzbach-Rosenberg statt.Am 05.06./11.06./12.06.22 ist die Ausstellung von 15:00-18:00 Uhr geöffnet.

www.stephanie-heike.de

Gefühlte Wahrheit

Verschwörungsdenken, Antisemitismus und ihr affektiver Gehalt

21. Juli 2022, 19.00 Uhr

Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg e.V.
Literaturhaus Oberpfalz
Rosenberger Straße 9

92237 Sulzbach-Rosenberg

Vortrag und Diskussion mit Markus Weiß 

Vor allem dann, wenn das gesellschaftliche Leben durch Krisen, Katastrophen oder ähnliche einschneidende Ereignisse ins Wanken gerät, nimmt die Verbreitung von Verschwörungsfantasien und mit ihnen auch die Artikulation antisemitischer Ressentiments zu. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie lässt sich dieses Phänomen bei »Querdenken«-Demonstrationen, in den Sozialen Medien oder in einschlägigen »Bewegungsmedien« seit Anbeginn nachverfolgen.
Der Vortrag beschäftigt sich daher im Kontext der Corona-Pandemie mit den Äußerungsformen sowie der Ursache und Funktion von Verschwörungsdenken, mit dessen Schnittstellen zum Antisemitismus und mit der Frage nach Emotionen und Affekten im verschwörungsideologischen und antisemitischen Denken.

Markus Weiß ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin und hat Kultur-, Sprach- und Kognitionswissenschaften studiert.

DIE VERANSTALTUNGSREIHE FINDET IN KOOPERATION MIT DEM KURT-EISNER-VEREIN FÜR POLITISCHE
BILDUNG IN BAYERN E.V., DER ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG UND DER PETRA-KELLY-STIFTUNG STATT.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

»1945 – Als die Amerikaner die Lager entdeckten«

27. Juni 2022, 19.00 Uhr, Capitol – Bild&Bühne, Bayreuther Str. 4, 92237 Sulzbach-Rosenberg

Buchvorstellung und Diskussion mit Alexander Carstiuc

Buchenwald, Dachau, Bergen-Belsen… Die Entdeckung der nationalsozialistischen Konzentrationslager durch die Alliierten im April und Mai 1945 erfolgte zufällig während des Vormarschs der Truppen. Die Befreiung der Häftlinge war kein erklärtes Kriegsziel und deshalb nicht geplant. In jedem Lager fanden die Alliierten die ausgezehrten Körper der Überlebenden und die von den Nazis hinterlassenen Leichenberge.
Zwei Kriegskorrespondenten gehörten zu den ersten, die die nationalsozialistischen Konzentrationslager betraten: Der US-amerikanische Schriftsteller und Journalist Meyer Levin und der französische Fotograf der Nachrichtenagentur AFP Éric Schwab. Beide folgten in einem Jeep der Vorhut der US-Armee und beide befanden sich auf der Suche: Der erste suchte das, was von der jüdischen Welt übrig geblieben war, der zweite suchte seine deportierte Mutter. Was sie vorfanden, zerstörte all ihre Hoffnungen, aber sie dokumentierten die ersten Momente der Entdeckung jenes Verbrechens, dessen Schockwellen die Welt erschüttert haben. Das Buch der französischen Holocaust-Forscherin Annette Wieviorka, das über die Suche von Meyer Levin und Éric Schwab berichtet, liegt in der Übersetzung von Alexander Carstiuc, Janina Reichmann und Jonas Empen nun erstmals in deutscher Sprache vor.

Alexander Carstiuc arbeitet als Historiker und Übersetzer in Berlin.

DIE VERANSTALTUNGSREIHE FINDET IN KOOPERATION MIT DEM KURT-EISNER-VEREIN FÜR POLITISCHE
BILDUNG IN BAYERN E.V., DER ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG UND DER PETRA-KELLY-STIFTUNG STATT.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

»Die modernen Wanderarbeiter*innen«

Arbeitsmigrant*innen im Kampf um ihre Rechte

23. Mai 2022, 19.00 Uhr, Capitol – Bild&Bühne, Bayreuther Str. 4, 92237 Sulzbach-Rosenberg

Buchvorstellung und Diskussion mit Kathrin Birner und Stefan Dietl

Sie arbeiten in Schlachthöfen, in der Pflege, auf dem Bau, in der Logistikbranche oder der Landwirtschaft, aber auch im industriellen Sektor. Ihre Ausbeutung bildet zunehmend die Grundlage des deutschen Exportmodells: zeitlich befristete Arbeitsmigrant*innen, die regelmäßig für einige Wochen oder Monate ihre Heimat verlassen, um in Deutschland zu arbeiten. Obwohl sie überall präsent sind, bleiben sie gesellschaftlich meist unsichtbar. Die Arbeit dieser modernen
Wanderarbeiter*innen ist gekennzeichnet durch lebensgefährliche Arbeitsbedingungen, systematischen Lohnraub und die
Umgehung arbeitsrechtlicher Normen.
 
Kathrin Birner und Stefan Dietl beschreiben in ihrem Buch »Die modernen Wanderarbeiter*innen« eindringlich die prekären Arbeits- und Lebensverhältnisse und den Alltag von
Arbeitsmigrant*innen in Deutschland. Daneben beschäftigen sie sich mit dem Widerstand der Betroffenen, berichten von Baustellenbesetzungen, Streiks oder Demonstrationen und skizzieren die Ansätze der Organisierung von Wanderarbeiter*innen im Kampf für ihre Rechte.

Kathrin Birner arbeitet als Gewerkschaftssekretärin und ist im Netzwerk der Global Labour University aktiv. Stefan Dietl ist Vorsitzender des ver.di Bezirks Oberpfalz und schreibt u.a. für Jungle World und konkret.

DIE VERANSTALTUNGSREIHE FINDET IN KOOPERATION MIT DEM KURT-EISNER-VEREIN FÜR POLITISCHE
BILDUNG IN BAYERN E.V., DER ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG UND DER PETRA-KELLY-STIFTUNG STATT.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–