100 Jahre rechter Terror in Deutschland – Von der ‚Thule-Gesellschaft‘ zum ‚Südkreuz‘

Dienstag, 22. September 2020, 19.00 Uhr, Capitol _Bild & Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Vortrag und Diskussion mit Robert Andreasch

Nach der Selbstenttarnung des “Nationalsozialistischen Untergrunds”
(NSU) im November 2011 zeigten sich viele überrascht: Neonazis, die
abgetaucht sind, Serienmorde, Nagelbombenanschläge und Raubüberfälle begehen?

Robert Andreasch erzählt die Geschichte rechtsterroristischer
Gruppierungen vor und nach dem NSU in Deutschland und erinnert an deren (oft weitgehend vergessene) Attentate.

Welche Konzepte des bewaffneten Kampfes wurden und werden in den hiesigen rechten Szenen diskutiert und umgesetzt?

Welche politischen Kampagnen von rechts wurden und werden durch Anschläge begleitet und warum?

Welche Rolle spielen Bundeswehr und Sicherheitsbehörden?

Robert Andreasch arbeitet als Autor, freier Fotojournalist, Gutachter
und Dozent zur radikalen Rechten in Bayern

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

Filmpräsentation: Jenseits des Krieges

Donnerstag, 12. März 2020, 19.30 Uhr, Capitol _Bild & Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Dokumentarfilm von Ruth Beckermann

Weißgekachelte Räume, Neonlicht; an den Wänden Schwarzweißphotographien aus der Ausstellung „Vernichtungskrieg“ über die Verbrechen der Wehrmacht an der Ostfront. Vor diesem Hintergrund drehten Ruth Beckermann und Kameramann Peter Roehsler 1996 eine Anhörung ehemaliger Soldaten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse jenseits des ’normalen‘ Krieges.

In einer Mischung aus Hilflosigkeit, Ohnmacht, Scham, Opportunismus und ungebrochenem Fanatismus berichten die Zeugen dieser Zeit von Verbrechen, wie den Erschießungen russischer Kriegsgefangener, der Ermordung der Juden und der Misshandlung von Frauen. Die verschiedenen Versionen der Ereignisse zeigen, wie selektiv Wahrnehmung selbst im grausamsten Umfeld war.

Mit diesem Film wird nicht allein die Zerstörung des Mythos von der anständigen Wehrmacht vorangetrieben, sondern die Gründungsphase der Zweiten Republik erhellt und eine Diagnose der Gegenwart gestellt. Die Bilder dieses Krieges in den ‚talking heads‘ – sie entstehen so eindringlich wie selten in historischen Dokumenten oder Spielszenen.

Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Vereins in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

Of frogs and men – Zur Geschlechterideologie der Alt-Right

Dienstag, 04. Februar 2020, 19.30 Uhr, Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
92237 Sulzbach-Rosenberg, Rosenberger Str. 9

Vortrag und Diskussion mit Veronika Kracher

Das Geschlechterbild der Neuen Rechten artikuliert sich in der Aufwertung weißer Männlichkeit durch die permanente Abwertung des Nicht-Männlichen, als auch des vermeintlich Fremden.
Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus treten hier nicht zufällig zusammen auf, sondern bedingen sich gegenseitig in dem Versuch einer verschwörungsideologischen Welterklärung, die im Vortrag mit einem besonderen Fokus auf die amerikanische Alt-Right analysiert wird.

Veronika Kracher ist freie Publizistin und Referentin mit den Themenschwerpunkten Feminismus, Antisemitismus, Alt-Right und Incels.

Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Vereins in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

Filmpräsentation: The truth lies in Rostock

Donnerstag, 23. Januar 2020, 19.30 Uhr, Capitol _Bild & Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Dokumentarfilm von Mark Saunders und Siobhán Cleary

August 1992, Rostock – Lichtenhagen. Die Polizei schaut zu, als Faschisten die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) und ein Wohnheim von vietnamesischen Vertragsarbeitern mit Molotowcocktails bombardierden. Eine Montage von Videomaterial, gedreht aus den angegriffenen Häusern heraus, Interviews mit Anti-FaschistInnen, den vietnamesischen VertragsarbeiterInnen, der Polizei, mit Bürokraten, Neonazis und Anwohnern. Eine Dokumentation von 1993 über das heimliche Einverständnis der Politik und über die verbreitete Angst.

Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Vereins in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

Nicht mit und nicht ohne dich

Dienstag, 14. Januar 2020, 19.30 Uhr, Brauerei Fuchsbeck
92237 Sulzbach-Rosenberg, Hagtor 1

Heimat und Fremde als Grundkonstanten von Volk und Nation
Vortrag und Diskussion mit Anna Regener

Alle sollen eine haben, aber niemand weiß so recht, was das ist. Und wer dann doch keine hat, ist zum Suchen verdammt. „Heimat“ war jedoch schon immer verloren, schon immer im Gestern. Entstanden als romantische Gegenbewegung zu Veränderung, Erweiterung, gesteigerter Komplexität und Verschiebung von Machtstrukturen, bezieht sich die „Heimat“, als Bewahrerin alles vermeintlich Guten, auf das Bild einer idyllischen Vergangenheit, die es nie gab.

Die völkische und nationalistische Interpretation von Heimat, unterstützt durch Landeskunde und Geschichtswissenschaften, hat Bilder geschaffen, die auch heute noch wirken und identitätspolitisch genutzt werden. Der Vortrag wird einen Überbllick geben über die historische Entwicklung des bürgerlichen wie auch sozialistischen Heimatbegriffs, die eng vernetzt ist mit der Erfindung und Etablierung von Volk und Nation.

Anna Regener hat in Bamberg Historische Geographie studiert und beschäftigt sich mit Erinnerungskultur, Nationenbildung und dem Heimatbegriff.

Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Vereins in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–