Terror und Transgression: Zum Verhältnis von Rechtsterrorismus und Meme-Culture

Mittwoch, 02. Dezember 2020, 19.00 Uhr, Capitol _Bild & Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Vortrag und Diskussion mit Vid Stevanovic

Während die Berichterstattung zur Corona-Pandemie derzeit die öffentlichen Debatten dominiert, hat sich Deutschland in den letzten Monaten endgültig zum international prominentesten Standort in Sachen Rechtsterrorismus entwickelt: Die Theorie kommt dem Terror nicht hinterher. Neben den vernetzt agierenden Zellen (Nordkreuz, Gruppe S. etc.), sind es vor allem die (vermeintlichen) Einzeltäter, die einen Anschluss an den globalen Rechtsterrorismus knüpfen. Die Attentäter teilen eine bestimmte ästhetische und mediale Praxis. Dem inszenierten Spektakel des Terrorakts ist die „Memetic Warfare“ vor- und nachgelagert: In Chatgruppen, Discord-Channels und auf Imageboards wird die Verbindung von Ideologie und Terrorakt hergestellt. Dabei zählen Praktiken wie Ironie und Tabubruch zu den dominantesten Strategien. Der Vortrag wird diesem Verhältnis nachgehen, um zu klären, wie diese Praktiken rechte Ideologie zu ihrer mörderischen Konsequenz bringen. Vid Stevanović arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem Graduiertenkolleg „Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung“ an der LMU in München.

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

100 Jahre rechter Terror in Deutschland – Von der ‚Thule-Gesellschaft‘ zum ‚Südkreuz‘

Dienstag, 22. September 2020, 19.00 Uhr, Capitol _Bild & Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Vortrag und Diskussion mit Robert Andreasch

Nach der Selbstenttarnung des “Nationalsozialistischen Untergrunds”
(NSU) im November 2011 zeigten sich viele überrascht: Neonazis, die
abgetaucht sind, Serienmorde, Nagelbombenanschläge und Raubüberfälle begehen?

Robert Andreasch erzählt die Geschichte rechtsterroristischer
Gruppierungen vor und nach dem NSU in Deutschland und erinnert an deren (oft weitgehend vergessene) Attentate.

Welche Konzepte des bewaffneten Kampfes wurden und werden in den hiesigen rechten Szenen diskutiert und umgesetzt?

Welche politischen Kampagnen von rechts wurden und werden durch Anschläge begleitet und warum?

Welche Rolle spielen Bundeswehr und Sicherheitsbehörden?

Robert Andreasch arbeitet als Autor, freier Fotojournalist, Gutachter
und Dozent zur radikalen Rechten in Bayern

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–