„Konformistische Rebellen“ – Einführung und Buchvorstellung zum autoritären Charakter

Mittwoch, 03. März 2021, 19.00 Uhr, Capitol _Bild & Bühne
92237 Sulzbach-Rosenberg, Bayreuther Str. 4

Vortrag und Diskussion mit Ingo Elbe und Andreas Stahl

Weltweit feiern Populisten Erfolge. Viele Menschen rebellieren und unterwerfen sich zugleich irrationalen Autoritäten. Woher aber stammt dieses Bedürfnis? Die Suche nach Antworten führt zur Theorie des autoritären Charakters. Sie untersucht, wie Menschen unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen das Bedürfnis nach Unterwerfung unter irrationale Autoritäten entwickeln und ebenso irrationale Feindbilder hervorbringen. Ingo Elbes Vortrag stellt das ursprüngliche Programm der Autoritarismusforschung vor, wie es von der kritischen Theorie der Frankfurter Schule, insbesondere von Erich Fromm, in den 1930er Jahren entwickelt wurde.

In rund 20 Aufsätzen diskutieren die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes „Konformistische Rebellen“ das Erklärungspotenzial der Theorie des autoritären Charakters angesichts veränderter gesellschaftlicher Bedingungen. Mitherausgeber Andreas Stahl führt in einige dort abgebildete Streitfragen und Diskussionen rund um die Theorie des autoritären Charakters ein.

Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg. Letzte Publikationen: „… it’s not systemic“. Antisemitismus im akademischen Antirassismus, in: Till Randolf Amelung (Hg.), Irrwege. Analysen aktueller queerer Politik, Berlin 2020, und „The Anguish of Freedom. Is Sartre’s existentialism an appropriate foundation for a theory of antisemitism?”, in: Antisemitism Studies (1) 2020.

Andreas Stahl studiert Philosophie an der Universität Oldenburg und ist Mitherausgeber des Sammelbandes „Konformistische Rebellen. Zur Aktualität des autoritären Charakters“, der 2020 im Verbrecher Verlag erschienen ist: www.verbrecherverlag.de/book/detail/1025

–Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.–

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